Sie alle kommen aus dem Tierschutz.
Sie alle wurden gefunden, gerettet und in Sicherheit gebracht.
Manche von ihnen in sichere Auffangstationen, andere in sichere Pflegestellen und einige glückliche, in ein sicheres Zuhause.

Manche von ihnen kommen aus Kriegsgebieten und manche aus Gegenden, in denen regelrecht Krieg gegen sie geführt wird.

Was sie alle gemeinsam haben, ist eine Vergangenheit.
Sie wurden gejagt, gequält, gebrochen – weil es der Mensch so will.
Die Humanität, die für Menschen selbstverständlich ist, gilt vielerorts für Tiere nicht.
Sie werden als Sache, als zu bekämpfendes Übel betrachtet und es gibt eigens für sie staatlich finanzierte Hunde- und Katzenfänger, staatliche Tötungsanlagen und Tötungsaktionen.

Tiere, die aus einem solchen Umfeld kommen, haben meist schlimmstes erlebt und brauchen ihre Zeit, bis sie sich von den Verletzungen an Körper und Seele erholen.
Bis sie Menschen wieder vertrauen und sich in die neue Welt hinauswagen.
Bis sie wieder anfangen zu spielen, zu erkunden, sich zu binden – zu leben.
Das, was für unsere Haustiere absolut normal ist, ist für diese Tiere ein riesen Schritt in ein neues Leben, das einem Paralleluniversum gleichen muss.

Sie dabei zu beobachten, zu begleiten und zu beschützen ist eines der schönsten und beglückensten Erfahrungen, die man als Tierschützer machen kann.

Es sind seelige Momente.
Momente voller Glück und Liebe.
Für einen kurzen Moment – so scheint es – steht die Welt still und begrüßt ein Lebewesen, das sein zweites Leben beginnen darf.

Endlich in Sicherheit. Endlich in Freiheit. Endlich leben.

Nicole Grützbach