Tiere sind das Spiegelbild unserer Seele.

Sie fangen unsere Stimmung, unsere Gedanken und unsere Emotionen auf und spiegeln sie uns wider.

In ganz unterschiedlicher Form, Art und Weise.

Manche tun dies still und leise, andere laut und deutlich – aber sie alle tun es mit unglaublicher Liebe zu uns.

Sie können auch gar nicht anders als uns spiegeln, denn das, was wir ausstrahlen, nehmen sie wahr und gehen damit in Resonanz.

Und so, wie sie es wahrnehmen – ehrlich und unverfälscht, spiegeln sie es uns durch ihr Verhalten zurück.

Wenn wir bereit sind, in diesen Spiegel zu sehen, können wir lernen.

Lernen, uns zu sehen, wie wir wirklich sind – hinter der Fassade, tief im Innern.

So, wie wir uns in diesem Spiegel sehen, sind wir ohne Maske – offen, ehrlich, ohne Schutzschild.

Wir sehen uns in Bezug auf Bindung, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Selbstsicherheit.
Wir sehen, ob wir jemand sind, dem die Tiere ihr Vertrauen schenken, ihm folgen oder lieber ihre eigenen Wege gehen.
Wir sehen, ob wir wirklich wissen, wer wir sind und uns kennen oder ob wir nur so tun als ob.
Wir sehen, ob wir unseren Weg gehen oder nur den Wegen der anderen folgen.
Wir sehen, ob wir uns selber lieben oder ob wir stattdessen lieber versuchen, andere zu lieben.

All das und noch viel mehr können wir sehen, wenn wir den Mut haben hinzusehen – in den Spiegel zu schauen, den wir tagtäglich gereicht bekommen.

Einen Spiegel voller Wahrheit, voller Ehrlichkeit und voller Liebe.

Nicole Grützbach